Pythia (Mythologie): Priesterin im Orakel von Delphi

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Beitrag  Fischiot So 27 Jun - 15:38

Pythia (griechische Mythologie): Die amtierende und weissagende Priesterin im Orakel von Delphi wird Pythia bezeichnet. Die Pythia wurde aus den Einwohnerinnen von Delphi ausgewählt und musste Jungfrau sein jungfräulich bleiben

Pythia (altgriechisch Πυθία, siehe auch Python >>) ist in der griechischen Mythologie die Bezeichnung für die amtierende und weissagende Priesterin im Orakel von Delphi >>.
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Gemäß Mythos verkündete die Pythia ihre Weissagungen in veränderten Bewusstseinszuständen.

Wie erreichte die Pythia diese veränderten Bewusstseinszustände?

Die Pythia saß im Adyton des Apollo >>-Tempels auf einem Dreifuß über einem Erdspalt (χάσμα chásma). Das Adyton wird als ein nach außen gänzlich abgeschlossener Rückraum im Tempel beschrieben.

Berichtet wird, dass aus dem Erdspalt ein Gas strömte. Dieses Gas versetzte die Pythia in eine Art Trance. Möglicherweise war man der Annahme, dass diese Gase von der nahen Quelle Kassotis stammten, deren Wasser im Untergrund versickerte. Kassotis wird als Quellnymphe überliefert. Pausanias berichtet, dass die Pythia das Wasser der Kassotis trank, um sich auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Pausanias wird als Geograph und Reiseschriftsteller überliefert mit der Datierung * um 115 in Kleinasien; † um 180.

Es ist die Rede von einer Art Besessenheit des Gottes Apollo. Diese Besessenheit des Apollo wurde auf die Pythia übertragen, wodurch sie die Fähigkeit erlang, ihre Prophetie kundzutun.

Auswahl der Pythia

Es heißt, dass die Pythia unter den Bewohnerinnen von Delphi ausgewählt wurde. Die Pythia musste zwingend Jungfrau sein und jungfräulich bleiben. Zunächst wurden immer junge und hübsche Frauen zur Pythia gewählt. Irgendwann jedoch, kam es zur Schändung einer Pythia durch einen thessalischen Feldherrn mit dem Namen Echekrates.

Danach beschlossen die Delphier, dass nur noch ältere und betagte Frauen zur Priesterin (Pythia) geweiht werden. Es wurde natürlich dadurch schwieriger, eine Pythia (Jungfrau) zu finden. Gelungen ist es dennoch, Jungfräulichkeit war seinerzeit häufig eine Tugend, zu Ehren beispielsweise der Artemis >>.

Die Rede ist von einem Werk des Cicero mit dem Namen "De divinatione." Da heißt es, Zitat:

"Im übrigen meine ich, dass es auch gewisse Ausdünstungen der Erde gab, die in den Geist eindrangen, so dass er Orakel ausstieß."

Überliefert wird Cicero (Marcus Tullius Cicero) als römischer Anwalt, Politiker, Schriftsteller und Philosoph mit der Datierung * 3. Januar 106 v. Chr. in Arpinum; † 7. Dezember 43 v. Chr. bei Formiae.

Gemäß dem griechischen Schriftsteller Plutarch, soll einst eine Pythia in Ekstase an Krämpfen gestorben sein. Datiert wird Plutarch auf * um 45 in Chaironeia; † um 125.

Die prophetischen Verlautbarungen der Pythia werden als unverständlich beschrieben, sodass sie von einem Priester interpretiert werden mussten. Nicht alle Prophezeiungen der Pythia wurden richtig interpretiert.

Was die Art Trunkenheit der Pythia betrifft, gibt es mehrere Erklärungsversuche. Da ist die Rede von einem Forscher-Team unter Leitung des italienischen Geologen Giuseppe Etiope. Da heißt es, dass die Kammer der Pythia sehr klein war. Der Sauerstoff soll durch die ansonsten nicht giftigen Gase verdrängt worden sein. Auf diese Weise wurde der Rausch der Pythia ausgelöst.
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