Ma (Mythologie): Mutter, als Göttin unbesiegbar, anatolische Gottheit

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Beitrag  Fischiot Mi 17 Feb - 13:48

Gottheit Ma (griechische Mythologie bzw. Anatolien, Türkei): Ma ist eine Gottheit aus Anatolien (Türkei). Ma wird mit Mutter assoziert. Ma ähnelt daher stark der Kybele, ebenfalls eine Muttergöttin. Die Attribute der Ma lauten "unbesiegbar bzw. Siegbringende." Ma hat daher auch die Funktion Kriegs- und Siegesgöttin

Ma (altgriechisch Μᾶ, lateinisch Ma-Bellona; griechisch auch Ἄρτεμις Ταυροπόλιος Artemis >> Tauropolios) wird als anatolische Lokalgottheit überliefert, die auch im Kontext mit der griechischen Mythologie erwähnt wird.
Ma (Mythologie): Mutter, als Göttin unbesiegbar, anatolische Gottheit Ma10
Das Wort Ma wird mit Mutter gedeutet, wodurch die Gottheit Ma den Muttergöttinnen zugeordnet wird. Eine der besonders berühmten Muttergöttinnen ist Kybele (siehe Agdistis >>).

Ist die Gottheit Ma männlich oder weiblich?

Die Quellen berichten, dass die Gottheit Ma in ihrer Funktion als Mutter weiblich ist. Jedoch tauchen auch männliche Komponenten auf, beispielsweise Krieg. Was Ma betrifft, handelt es sich um eine Kriegs- und Siegesgöttin - also weiblich. Die griechische Mythologie berichtet von Nike >>, ebenfalls Kriegs- und Siegesgöttin in weiblicher Erscheinung. Wie bereits erwähnt, Ma wird als Lokalgottheit aus Anatolien (Türkei >>) überliefert.

Die Attribute der Ma lauten "unbesiegbar" bzw "die Unbesiegbare" und "die Siegbringende."

Komana in Kappadokien soll das ursprüngliche Kultzentrum der Gottheit Ma gewesen sein. Komana (griechisch τὰ Κόμανα; lateinisch Comana Cappadociae; hethitisch vermutlich Kummani) wird als antike Stadt in Kappadokien überliefert. Heute gibt es in der Türkei dort das Dorf Şar im Tal des Göksu bei Tufanbeyli in der Provinz Adana.

Kappadokien (türkisch Kapadokya, griechisch Καππαδοκία, deutsch auch Kappadozien) ist eine Landschaft in Zentralanatolien.

Angeblich gab es in Komana zur Zeit des hethitischen Herrschers Šuppiluliuma I. einen bedeutsamen Tempel der Gottheit Ma. Datiert wird dies auf Mitte des 14. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung.

In Komana Pontika soll ein zweiter Kult um Göttin Ma entstanden sein. Komana Pontika (griechisch Κόμανα Ποντικά; lateinisch Comana Pontica) soll eine antike Stadt in der kleinasiatischen Landschaft Pontos gewesen sein. Verortet wird Komana Pontika im Tal des Flusses Iris, der heute den Namen Yeşilırmak trägt, 11 km oberhalb von Tokat an der Straße nach Niksar beim heutigen Dorf Gümenek.

Überliefert werden Komana Pontika und Komana in der Landschaft Kappadokien als Tempelstaaten mit einem Oberpriester als Herrscher. Mythologisch werden Oberpriester auch Hohepriester bezeichnet. Hohepriester bekleiden das höchste priesterliche Amt. Zu dieser Zeit soll es auch einige lokale Könige gegeben haben. Unklar ist heute, wer im Rang nun wirklich höher stand: Die Hohepriester oder die lokalen Könige? Absolut unklar ist natürlich, ob diese ganzen Geschehnisse überhaupt stattgefunden haben.

In beiden Kultzentren der Göttin Ma soll es jeweils 6.000 Tempeldiener gegeben haben, beiderlei Geschlechts. Diese Tempeldiener werden auch Hierodulen ("heilige Diener") bezeichnet. Die Rede ist von Tempelprostitution, was diese Tempeldiener betrifft. Tempelprostitution oder kultische Prostitution ist eine im Altertum vor allem in Indien (→Devadasis), Ägypten, Babylonien (Ištar-Kult), Lydien, Numidien und auf Zypern vermutete Form des kultischen Geschlechtsverkehrs von Priesterinnen oder Tempeldienerinnen, meist zu Ehren einer Gottheit der sexuellen Liebe. Natürlich ist auch in Hinsicht auf Tempelprostitution unklar, ob es sich um historische Tatsachen handelt.

Der orgiastische Kult der Tempelprostitution soll Wallfahrer von weither angezogen haben. Dabei soll es Waffentänze und sogar Selbstzerfleischung gegeben haben. Kult und Waffentänze? Das erinnert mich soeben an den Mythos der Korybanten >>. Orgiastisch erinnert mich an Bakchant / Bakchantin >>.

Was den Mythos der Göttin Ma betrifft, wird Strabon als Quelle angeführt. Strabon soll ein antiker griechischer Geschichtsschreiber und Geograph gewesen sein. Datiert wird Strabon auf etwa 63 vor unserer Zeitrechnung bis 23 unserer Zeitrechnung.

Es werden Parallelen gezogen zwischen der Gottheit Ma und der griechischen Göttin Enyo >>. Enyo wird als Göttin vom blutigen Nahkampf überliefert. Es gibt männliche Pendants zur Enyo, beispielsweise Enyalios, ein Beiname des Ares >>.

Bellona ist eine römische Kriegsgöttin, die ebenfalls große Parallelen zur anatolischen Gottheit Ma
Bücher / Literatur, Thema griechische Mythologie >>


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